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Dazwischen das Leben - Weiße Bilder
Über das malerische Werk von Michael Beck (Textauszug)
"Weiße Bilder", so betitelt der 1960 in Biberach geborene Künstler Michael Beck seine im Laufe der letzten drei Jahre entstandene Werkserie.
Doch der Titel, der vermeintlich nur benennt, was auf den ersten Blick ins Auge fällt, ist ein Vexierspiel.
Denn diese „Weißen Bilder“, auch das ist auf Anhieb zu erkennen, sind keineswegs monochrom. Nicht nur wegen der kontrastierenden, sichtbaren Farbflächen, die dieses Weiß zu begrenzen, sich ihm entgegenzustellen scheinen. Auch das Weiß selbst erweist sich bei genauerem Hinschauen als mehr als nur weiß. Eine Farbe, die aus den tieferen, farbigen Schichten des Bildes zu erwachsen scheint, die sich nicht benennen lässt und sich jeder Eindeutigkeit entzieht.
Michael Becks in altmeisterlicher Lasurtechnik gearbeitete „Weiße Bilder“ sind vielschichtige, komplexe Seelenbilder im Spannungsfeld von Schein und Sein, von Leben und Tod.
Das Weiß wird zum Auslöser für einen Blick in die Tiefe. Schmerzhaft, aber zugleich befreiend.
Sabine Grimm, Kunsthistorikerin, Stuttgart
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